Mykotherapie beim Hund: 
Was hinter den Vitalpilzen steckt

Ein uraltes Naturwissen 
für moderne Hundegesundheit?

Mykotherapie beim Hund: 

Was hinter den Vitalpilzen steckt

Hallo! 

Ich bin Katja Over, TCVM-Therapeutin und begleite Hunde, Pferde und Katzen mit mobiler Fahrpraxis für Tierakupunktur und Tierphysiotherapie. 

 

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Mykotherapie - ein Begriff, der dir nicht geläufig ist? Vielleicht hast du dann schon von “Vitalpilzen”, “Heilpilzen” oder “Medizinalpilzen” gehört? Alle Worte stehen für eine Sache: Die Anwendung von Vitalpilzen. Aber bevor du dich jetzt schnurstracks auf den Weg in den Wald machst, um Pilze zu suchen, lies doch erst hier weiter. 

Denn für die Vitalpilze musst du nicht selbst in den Wald und Pilze suchen. Da gibt es mittlerweile recht bequeme Alternativen. Für diese Alternativen bin ich sehr dankbar, denn ich wäre wahrscheinlich keine gute Wahl zum Pilzesuchen in der freien Natur…

1. Einführung: Was ist Mykotherapie überhaupt?

In der Mykotherapie werden sich verschiedene Pilzsorten zu Nutze gemacht. Die Wurzeln dieser Methode liegen in der traditionellen europäischen und asiatischen Medizin und werden heute als Nahrungsergänzungsmittel genutzt. 

 

Hier ein paar faszinierende Infos zu Pilzen: 

 

  • Pilze sind so spannend, weil sie in der Lage sind, Schadstoffe aufzunehmen. Deshalb werden sie auch zur Sanierung von belasteten Böden und Gewässern eingesetzt. 

 

  • Pilze sind in der Lage, totes biologisches Material zu zersetzen und in lebenswichtige Stoffe umzuwandeln.

 

  • Pilze haben wie Mensch und Säugetier in ihren Zellen einen Zellkern. Als Lebewesen besitzen sie einen Stoffwechsel, ihre Zellen atmen Sauerstoff ein und Kohlendioxid aus. 

 

  • Wusstest du, dass der bisher weltweit größte Pilz ein Hallimasch (Armillaria mellea) ist, der in den USA im Bundesstaat Oregon entdeckt wurde? Sein unterirdisches Geflecht - im Fachjargon “Myzel” genannt - soll ein Gebiet von ca. 9 km² besiedeln, sein komplettes Gewicht 600 Tonnen sein und sein Alter rund 2000 Jahre.

2. Die Grundlagen der Vitalpilze

Pilze wurden natürlich auch auf ihre Inhaltsstoffe geprüft. Die Oberbegriffe der Inhaltsstoffe und die Effekte findest du in der folgenden Tabelle. Auf eine tiefergehende Beschreibung verzichte ich, weil ich hier einen Überblick geben möchte.

Effekt-Beschreibungen basieren auf Ergebnissen aus wissenschaftlichen Studien (v.a. Labor- und Tierversuche).

Selbstverständlich soll eine Nennung der Vitalpilze hier nicht fehlen: 

 

Da ich mich viel mit der TCM, der Traditionellen Chinesischen Medizin beschäftige, komme ich jetzt nicht umhin, einen kleinen Exkurs in die asisatischen Gefilde und die Geschichte zu machen was die Pilzheilkunde angeht: 

 

Der Einsatz des Auricularia polytricha wurde davon abhängig gemacht, wo der Pilz gewachsen ist. Die These war, dass der Pilz die Eigenschaften des Baumes, auf dem er wächst, übernehmen würde. Dieser Hinweis stammt aus der Arbeit von Li Shih-Chen, der verfasst das im Jahr 1578 erschienene Werk “Pen Tsao Kang Mu”. Der Auricularia polytricha wächst gern am Holz von Laubbäumen und besonders häufig am Holunderbaum.

 

Dem Reishi wurde nachgesagt, ein Teil eines Elixiers für die Unsterblichkeit zu sein. Das war etwa im 3. Jahrhundert v. Chr. Im Jahr 1004 n. Chr. gab es eine Anordnung des Kaisers Zhenzong, dass alle Reishi die im Reich gefunden würden, ihm zu übergeben seien. Innerhalb von drei Jahren soll er 10.000 Pilze erhalten haben. Das hatte zur Folge, dass nur die kaiserliche Familie und die wichtigsten Hofbeamten in den Genuss der Wirkung des Reishi kam.

 

So lobt der berühmter Arzt, Wu Shui, den Shiitake als Lebenselixier. Der Shiitake ist in China auf einer Liste von Heilkräutern verzeichnet, von der behauptet wird, dass es eine gute Wirkung gegen den Alterungsprozess gäbe.

 

Mich begeistert, dass die Pilzheilkunde derart lange bekannt sind, Verwendung gefunden haben und jetzt in unserer Zeit wieder eine Rolle spielen.

2.1 Welche Inhaltsstoffe und welche Pilze gibt es – eine kleine Übersicht

In den Vitalpilzen stecken viele tolle Inhaltsstoffe, die auch deinem Hund zu gute kommen können. Das Stichwort ist hier das Wohlbefinden verbessern. Eine konkrete Wirksamkeit würde hier einem Heilversprechen gleichkommen, das ich nicht geben kann und darf. Was aber machbar ist, dass ich dir einen wissenschaftlich gestützten Überblick gebe über bestimmte Eigenschaften:

 

  • Immunmodulation und Stärkung des Immunsystems:
    Vitalpilze wie Reishi, Shiitake, Maitake und Cordyceps enthalten bioaktive Substanzen (Polysaccharide, Beta-Glucane), die das Immunsystem von Hunden aktiv anregen und modulieren können. Dadurch werden Abwehrkräfte gegen Infektionen und Krankheitserreger gestärkt.
  • Entzündungshemmende Wirkung:
    Viele Vitalpilze wirken entzündungshemmend, was bei chronischen Entzündungen, Allergien oder Gelenkproblemen hilfreich sein kann. Diese Wirkung beruht auf den Inhaltsstoffen, die entzündliche Botenstoffe im Körper reduzieren.

 

  • Unterstützung der Organfunktionen:
    Vitalpilze wie Reishi und Cordyceps können die Entgiftungs- und Stoffwechselfunktionen von Leber und Nieren unterstützen. Dadurch helfen sie, den Organismus bei der Regeneration zu fördern und die Belastung durch Schadstoffe zu verringern.

 

  • Förderung der Darmgesundheit:
    Spezielle Pilze wie Hericium oder Chaga unterstützen durch ihre Inhaltsstoffe die Darmflora und können bei Verdauungsproblemen Entzündungen im Verdauungstrakt lindern.

 

  • Unterstützung bei Krebs:
    Vitalpilze fördern die Apoptose (programmierter Zelltod) von Tumorzellen und können das Tumorwachstum hemmen. In Studien an Hunden zeigen Extrakte aus Pilzen positive Effekte als Ergänzung in der Krebstherapie, etwa durch Stärkung des Immunsystems und Minderung von Nebenwirkungen durch Chemo- oder Strahlentherapie.

 

  • Beruhigende Wirkung auf das Nervensystem:
    Einige Vitalpilze wie Reishi und Hericium wirken beruhigend und können helfen, Stress, Unruhe oder Angstzustände bei Hunden zu reduzieren.

 

Wichtig zu beachten: Die meisten Studien basieren auf Extrakten und präklinischen Untersuchungen, eine eindeutige klinische Wirksamkeit ist in vielen Bereichen noch Forschungsgegenstand. Die Anwendung sollte immer in Absprache mit deinem Tierarzt oder Tierheilpraktiker erfolgen, um individuelle Dosierung und mögliche Wechselwirkungen zu berücksichtigen.

2.2 Wie wirken Vitalpilze bei Hunden konkret?

Du als Hundehalter kannst natürlich direkt erstmal einen Blick auf deinen Hund werfen - die Erkenntnisse sind dann für die Empfehlung der Vitalpilze wichtig. Eckpunkte wären z. B. ob dein Hund trächtig ist oder gerade säugt. Hat dein Hund eine Tumor, wenn ja welche Art von Tumor? Probleme beim Kotabsatz sind zu beachten. Oder ob dein Hund den Urin wegen einer Kastration nicht halten kann. 

Genauso wichtig ist es, dass du eine vollständige Liste der Medikamente, die dein Hund bekommt, deinem Tierheilpraktiker geben kannst.

 

Woran erkennst du jetzt eine gute Qualität? 

Gute Qualität bedeutet, dass die Pilze während des Wachstums keine Gift- und Schadstoffe aufgenommen haben. Sie sollen schließlich bei Verarbeitung nicht schon vorbelastet sein. Das Bio-Substrat, also der Untergrund auf dem der Pilz wächst, sollte sterilisiert sein. Dann kann die Pilzbrut gesetzt werden. Je nach Pilzart dauert es nun Wochen oder Monate zur Reife des Pilzes. Optimale Klimatisierung und Luftfeuchtigkeit sind gute Wachstumsbedingungen.

 

Weiterer Qualitätsfaktor ist, wenn der Pilz nach der Ernte frisch weiterverarbeitet wird. Bei langer Lagerung gehen Inhaltsstoffe verloren. Deshalb eignet sich der Champignon aus dem Supermarkt nicht für ein hochwertiges Pilzprodukt.

Die Vermahlung des Pilzes muss einen hohen Feinheitsgrad haben. Die Einheit in der der Feinheitsgrad gemessen wird, nennt sich “Mesh”. Nur bei hochfein gemahlenem Pulver können die Inhaltsstoffe des Pilzes weitestgehend freigesetzt werden.

Es soll sich bei Laboruntersuchungen herausgestellt haben, dass es Hersteller gibt, die sich nicht die Arbeit machen, den geernteten Pilz von dem Substrat, auf dem er gewachsen ist, zu trennen. Das bedeutet, dass das Substrat mit gemahlen wurde und so das Pilzpulver mit einem Fremdstoff vermischt war.

Schau, ob der Hersteller sich freiwilligen Qualitätsanalysen von unabhängigen, offiziell anerkannten Labors in Deutschland, der Schweiz oder Österreich unterzieht. 

Die Bio-Zertifizierung ist ein weiterer wichtiger Punkt der Qualitätssicherung. Wusstest du, dass das deutsche Bio-Siegel sogar strenger ist als das EU-Bio-Siegel? Oder dass die Pilzprodukte in der Schweiz unter das Lebensmittelrecht fallen und damit strengeren Richtlinien unterliegen als in der Europäischen Union?

In Deutschland gelten Pulver und Extrakte aus Pilzen als Nahrungsergänzungsmittel.

2.3 Worauf sollten Hundehalter achten, bevor sie Vitalpilze geben?

3. Anwendung in der Praxis

Du hast die Qual der Wahl bei Vitalpilzen: 

 

Pilzextrakt, Pilzpulver, Mischung aus Extrakt und Pulver, Kapselform, Pulverform, Tablettenform.

 

Zuerst die Frage: Kapsel, Pulver, Tablette? 

  • Für ein Pulver spricht die Handhabung: Dose auf, Messlöffel rein, passende Dosis verfüttern, fertig. Dabei muss ich im Hinterkopf haben, dass ich den Inhalt mit jedem Öffnen der Dose Sauerstoff und/oder Feuchtigkeit aussetze. Das könnte die Qualität herabsetzen.

 

  • Entscheide ich mich für die Kapselform, werde ich gerade im Einschleichprozess die Kapsel öffnen müssen. Das ist wahrscheinlich nicht der handlichste Weg, ich vermeide aber die Verringerung der kompletten Qualität. 

 

  • Bei der Entscheidung für die Tablettenform muss ich bedenken, dass für die Herstellung Füll- und Klebstoffe verwendet werden. 

 

Die Unterschiede von Pilzextrakt, Pilzpulver und der Mischung aus beidem zeige ich dir hier: 

Die Vitalpilze gibt es als Einzelpilze oder auch als Mischungen zu kaufen. Beziehen lassen sich Vitalpilze im Internet. Beispielhaft seien an dieser Stelle MycoVital Gesundheits GmbHMykoCampus & MykoTroph Units der SanTerris GmbHHawlik GEsundheits GmbH genannt.

 

Es gibt natürlich noch weitaus mehr Lieferanten für Vitalpilze. Wichtig ist, dass du auf die Qualität achtest, wie im vorherigen Abschnitt beschrieben.

 

Zur Lagerung sei noch gesagt, dass du das Pilzpulver zwar trocken und kühl lagern solltest, aber nicht im Kühlschrank.

3.1 Worauf kommt es an bei der Gabe von Vitalpilzen?

Die Dosierung für deinen Hund der Heilpilze erfolgt recht individuell: Es wird berücksichtigt, wie alt dein Hund ist, das Gewicht und natürlich wie es um die Vitalität deines Hundes bestellt ist. Hier können die Blutwerte eine Rolle spielen, z. B. wenn dein Hund schlechte Leberwerte hat.

 

Die entgiftende Wirkung hatte ich bereits erwähnt. Damit hängt es zusammen, dass die Gabe von Vitalpilzen einschleichend erfolgen soll. Der Körper kann sich so besser auf die entgiftende Wirkung einstellen. Einschleichen bedeutet, dass mit einer geringen Dosierung gestartet wird und die Menge langsam gesteigert wird.

 

Die Dauer der Einschleichphase kann kürzer oder länger sein - je nachdem, mit welcher Problematik dein Hund zu tun hat. Deshalb ist es ratsam, sich mit jemandem zusammenzusetzen, der tiefer in der Thematik ist und sich auskennt.

 

Die Kapseln bzw. das Pulver der Vitalpilze kannst du übrigens problemlos mit dem Futter geben. Die Akzeptanz des Pilzpulvers im Futter ist gut. Nicht nur bei Hunden, sogar bei einer großen Anzahl von Katzen wurden gute Erfahrungen gemacht.

3.2 Dosierung der Vitalpilze

Nach aktuellem Wissensstand lässt die Wirkung von Vitalpilze etwa drei Tage nach Absetzen nach. Das heißt es gibt keine Depotansammlung der Inhaltsstoffe im Körper.

 

Ein paar der Vitalpilze sollten bewusst vor Operationen ca. 5 Tage, spätestens aber 3 Tage vor der geplanten Operation abgesetzt werden. Ebenso wenn du einen Termin zur Blutegelbehandlung mit deinem Hund hast. 

Hintergrund ist, dass es Vitalpilze gibt, die die Blutgerinnung beeinflussen. Es könnte zu einem längeren Nachbluten kommen, als es über die Blutegelbehandlung üblich ist.

 

Nimmst du mit deinem Hund an Turnieren und Wettbewerben teil? 

Da solltest du gründlich die Regelments studieren, denn einige Vitalpilze könnten im Anti-Doping-Teil aufgeführt sein. Im Pferdesport z. B. ist in den Anti-Doping- und Medikamenten Kontroll-Regeln (ADMR) der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) die Bestandteil der Leistungs-Prüfungs-Ordnung (LPO) sind, gelten Vitalpilze als verbotene Substanzen. Dabei geht es darum, dass “...und andere Substanzen mit einer ähnlichen chemischen Struktur oder ähnlichen biologischen Wirkung(en) wirken oder wirken können oder wirken sollen.” Dieser Aussage nach werden Vitalpilze in die Reihe der verbotenen Substanzen eingeordnet.

3.3 Wie lange wirken Vitalpilze im Körper?

Im Hundesport gelten nicht generell so strenge Regelungen. Der VDH/FCI legt mehr Wert auf die Kontrolle von pharmazeutischen Wirkungen bezüglich Doping. Was aber nicht heißen soll, dass die Gabe von Vitalpilzen komplett unproblematisch ist. 

Wettkämpfe außerhalb des VDH, z. B. privatorganisierte Canicross-Läufe unterliegen in der Regel nicht so strengen Kontrollen. 

 

Im Schlittenhundesport könnte die Gabe von Vitalpilze noch am strengsten ausgelegt werden, weil die Leistung der Hunde nicht künstlich erhöht oder eine unnatürliche Regeneration hervorgerufen werden soll. Mal ganz davon abgesehen, dass der Hund nicht über seine eigene Schmerzgrenze gehen soll. 

Mein Fazit: Auch wenn es keine expliziten Regelungen bezüglich Doping im Hundesport zum Thema Vitalpilzen gibt, sprich mit den zuständigen Stellen vor dem Turnier. Damit bist du auf der sicheren Seite und ersparst dir während oder nach dem Turnier unangenehme Situationen. Zumal sich die Regelung zum Thema Doping immer ändern können.

Alles was eine Wirkung hat, kann auch Nebenwirkungen haben - so wurde mir einmal gesagt. Aus der Homöopathie ist dir wahrscheinlich “Erstreaktion” ein Begriff. Erstreaktionen können bei der Gabe von Vitalpilzen auftreten. Wechselwirkungen mit Medikamenten sind ebenso möglich.

 

Grund hierfür ist, dass Vitalpilze eine entgiftende Funktion haben. Tritt eine Erstreaktion auf, dann kommt der Organismus mit dem Ausleiten der Schadstoffe und Toxine nicht hinterher. Für mich ein schöner Vergleich, wenn man Dinge schneller denkt, als dass man sie aussprechen kann. 

 

Zeichen einer Erstreaktion können z. B. eine Verstärkung der bereits bestehenden Symptome sein, Durchfall und Erbrechen.

 

Treten Erstreaktionen auf, ist es wichtig direkt mit dem Tierarzt bzw. Tierheilpraktiker, der die Vitalpilze empfohlen hat, zu sprechen. In der Regel wird dann die Dosierung geprüft und zunächst wieder auf die Dosierung gesetzt, die gut vertragen wurde.

 

Bei Hunden, die Medikamente bekommen, muss kontrolliert werden, welcher Vitalpilz sinnvoll ist. Dabei geht es um die Wechselwirkung mit bestimmten Arzneimitteln:

3.4 Können Erstreaktionen auftreten?

  • Antiepileptika
  • Blutverdünner
  • Insulin
  • Immunsuppressiva
  • Schilddrüsenmedikamente
  • Schmerzmittel - insbesondere Librella und Solensia
  • Wechselwirkungen bezüglich des Leberstoffwechsels

Wechselwirkungen bezüglich des Leberstoffwechsels sollten ebenso wie die Medikamentengabe berücksichtigt werden.

 

Bei anderen Mitteln - die natürlich auch zu prüfen sind vor der Gabe von Vitalpilzen - sollte ein Zeitabstand von 2 Stunden beachtet werden.

 

Das heißt also, es ist schon wichtig genau hinzuschauen, um eine Erstreaktion und Wechselwirkungen mit Medikamenten zu vermeiden.

4.1 Wissenschaftliche Aspekte – Studien zur Mykotherapie

4. Wissenschaft & Check-Liste

Wissenschaftlich werden die sogenannten Heilpilze auch unter die Lupe genommen. Dabei ist der Forschungsstand im Humanbereich weiter fortgeschritten als im Tierbereich. Die Ergebnisse im Humanbereich haben jedoch auch ihre Grenzen: Da es bei vielen Studien kleine Fallzahlen, eine kurze Dauer oder sich methodische Schwächen gezeigt haben

 

Im Veterinärbereich, besonders Bereich Hund, gibt es (noch) weitaus weniger Studien. Fallberichte werden veröffentlich, so z. B. bei Thieme Connect. Gängig sind Einzelfallberichte oder kleine experimentelle Studien und praxisnahe Erfahrungsberichte. 

 

Wenn du jetzt innerlich die fortgeschrittenen Ergebnisse im Bereich Mensch feierst und denkst “Das lässt sich doch top auf meinen Hund übertragen!”, dann kommt jetzt ein kleiner Dämpfer für deine Euphorie: 

 

Leider sind die Ergebnisse nicht 1:1 übertragbar. Das liegt daran, dass der Stoffwechsel von Hund und Mensch unterschiedlich arbeitet, die Dosierung und die Krankheitsbilder variieren. 

 

Zusätzlich fußt ein Großteil der Ergebnisse für Tiere auf Labortieren oder Einzelfällen, die in einer Tierarztpraxis betreut wurden. 

 

Dazu hier die Zusammenfassung als Tabelle:

Hier habe ich dir ein paar Punkte zusammengetragen, auf die du zurückgreifen kannst, wenn es um das Thema Mykotherapie für deinen Hund geht: 

 

Tierärztlichen oder mykotherapeutischen Rat einholen

  • Anwendung und Dosierung sollen immer mit einem erfahrenen Mykotherapeuten oder Tierarzt besprochen werden

 

Auswahl des Pilzes/der Pilze

  • die Auswahl richtet sich nach Indikation
  • Abwägung, wann Einzelpilze oder eine Mischung angeraten ist

 

Qualität der Pilzpräparate

  • nur Produkte mit Bio-Siegel, geprüfter Sortenreinheit und ohne Schadstoffbelastung verwenden, da Pilze Schadstoffe aus dem Nährboden aufnehmen können
  • im Pilzpulver mit der Bezeichnung “Pilzpulver vom ganzen Pilz” ist gewährleistet, dass ess wichtigen Inhaltsstoffe enthalten sind

 

Langsames Anfluten und Dosierungsfindung

  • beginne mit niedriger Dosierung, achte auf Verträglichkeit (Stichwort: schrittweise Steigerung)
  • Dosierungen: die konkrete Menge unbedingt individuell abklären

 

Futterunverträglichkeiten und Begleiterkrankungen beachten

  • bei Allergien, Immunschwäche, Magen-Darm-Problemen etc. kann dies die Pilzauswahl beeinflussen

 

Kontrolle und Verlauf dokumentieren

  • Entwicklung des Hundes (Allgemeinbefinden, Haut, Fell, Appetit etc.) schriftlich festhalten.
  • Bei unerwünschten Nebenwirkungen (z.B. Magenprobleme, Blutungsneigung) Anwendung sofort pausieren und Rücksprache halten

 

Wechselwirkungen und Pausen

  • Vor Operationen (besser 5, aber mindestens 3 Tage vorher) die Vitalpilzgabe aussetzen, da einige Pilze die Blutgerinnung beeinflussen
  • Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln, insbesondere Immunsuppressiva und Blutverdünnern, beachten

4.2 Checkliste: Mykotherapie in der Kurzübersicht

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Quellen:

Mykotherapie für Tiere - Wanda May Pulfer (2015)

Apotheke der Heilpilze - Beate Berg, Prof. Jan I. Lelley (2013)

Erfolgreich behandeln mit Vitalpilzen - MycoVet (2023)

Vitalpilze für Hunde, Katzen und Kleintiere – Pilze Wohlrab (2017)

Vitalpilzextrakte in der Krebstherapie beim Hund – krebsbeimhund.com (2025)

Vitalpilze & CBD für Pferd & Hund – Seewinkler Naturprodukte (2023)

Mykotherapie bei Tieren – Paracelsus Magazin (2022)

Tumore bei Hunden: Vitalpilze im Fokus der Forschung – dog-fit.com (2025)

Wichtiger Hinweis: Ich kann und will auf dieser Homepage keine allgemeinen Heilversprechen geben, jedes Tier ist einzigartig. Die Angaben zu Diagnostik und Therapie sind nicht als garantiertes Gesundheitsversprechen, sondern ausschließlich als Vorabinformationen für eine individuelle Beratung gedacht. Es handelt sich zum Teil um wissenschaftlich umstrittene, nicht von der Lehrmedizin anerkannte Methoden.

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